Pädagogisches Konzept



Naturpädagogik

Es gilt den Kindern einen natürlichen Freiraum zu bieten, in dem sie sich frei entfalten können. Der Wald ist nicht von Reizen überflutet. Sie erleben die unzähligen Spielmöglich-keiten in der Natur und erfahren, dass sie sich auch ohne vorgefertigtes Spielzeug bestens beschäftigen können. Dank der Vielseitigkeit der Natur wird das Kind ganzheitlich geför-dert. Alle Sinne werden gebraucht: Sehen, Hören, Riechen, Fühlen, Tasten und Schmecken. Fein- und Grobmotorik wer-den geschult.

In der Natur gibt es keine Türen und Wände. Die Kinder können ihre natürliche Bewegungsfreude grenzenlos ausleben. Bewegung ist erwiesener Maßen eine wichtige Vorraussetzung für vernetztes Denken. Unzählige Spielmöglichkeiten fördern Phantasie und Kreativität. Ganzheitliche Förderung bedeutet: Lernen mit "Kopf, Hand und Herz". In der Natur lernen die Kinder durch selbstständiges Handeln. Sie begreifen dadurch bestehende Zusammenhänge besser. Sie lernen das Tier- und Pflanzenreich kennen und achten.

Körpererfahrung

Ein Kind muss ausreichend Gelegenheit haben, seinen eigenen Körper und dessen Beziehung zur Räumlichkeit zu erfahren, durch: Gleiten, Rutschen, schnelles und langsames Laufen, Schaukeln, Schwingen, Hoch- und Hinabspringen, Klettern und Ausschau halten, mit rollenden und mit fliegenden Gegenständen spielen, den Taumel des Rollens und des Drehens erfahren. Dabei lernt es, kon-zentriert und erfolgreich im Gleichgewicht zu bleiben und riskante Situationen mit Herzklopfen zu meistern.


Materialien

Nirgendwo lässt sich der natürliche, schöpferische Drang einfacher entdecken als in der Natur. Das Material kann vom Boden aufgelesen werden. Als Leinwand dienen Bäume, Steine, Wege, Wiesen. Wir gestalten mit Blättern, Steinen, Ton, Ästen, Erde, Schneckenhäusern, Asche, Schnee, Blu-men, Gräsern, Früchten - etliche Naturmaterialien regen unsere Phantasie und unseren Erfindergeist an.
Neben den Naturmaterialien gehören zur täglichen Ausstat-tung Bücher, Schnur, Straßenkreide, Hängematten, etc. Außerdem ist der Werkzeugkasten mit Hämmern, Sägen und Schnitzmessern neben den Erziehern ein wichtiger Begleiter.

Freispiel

Eine wichtige Komponente unseres Konzepts ist das Frei-spiel. Kinder entdecken die Welt spielerisch. Spielen und Lernen sind keine Gegensätze. Insbesondere freie Spiel-prozesse sind Lernprozesse. So vielfältig die Natur ist, so ergiebig sind die Anreize des spielerischen Lernens mit den Gegebenheiten und Materialien der natürlichen Umgebung. Beim Freispiel entscheidet das Kind selbstständig mit wem, was, wo und wie lange es sich beschäftigt. Das Spiel alleine fordert die Phantasie und Vorstellungskraft der Kinder und
im Spiel mit anderen lernen sie Regeln zu entwickeln.

Rollenspiele

Besonders Rollenspiele nehmen im Freispiel einen breiten Raum ein. Beim Rollenspiel wird sie momentane Gefühlswelt verarbeitet, Konflikte ausgetragen und neue Erkenntnisse gesammelt. Das freie Spiel ist ein gutes Medium für die Persönlichkeitsentfaltung eines Kindes.





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